| Die Reduktion der Nutzung natürlicher Ressourcen, das heißt des Material-, Energie- und Landverbrauchs für Produktions- und Konsumaktivitäten, ist eine zentrale Voraussetzung zur Erreichung ökologischer Nachhaltigkeit in Europa. |
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Seit den 1980er Jahren haben sich das Ausmaß und die Komplexität von Umweltproblemen in Industriestaaten deutlich verändert. Nicht mehr lokale oder regionale Umweltbelastung durch Luft- und Wasserverschmutzung steht im Vordergrund, sondern zunehmend komplexere und globale Umweltprobleme, die mit Veränderungen von Produktions-, Handels- und Konsummustern zusammenhängen. Material- und Energieflüsse für wirtschaftliche Aktivitäten zusammen mit immer intensiverer Landnutzung sind heute für die größten Veränderungen in Ökosystemen verantwortlich. Sie gelten daher als Verursacher jener Umweltproblem, die derzeit auf der politischen Tagesordnung in Europa ganz oben stehen, wie etwa Klimawandel oder Artenverlust.
Ein nachhaltigeres Management natürlicher Ressourcen istd daher auch als einer von vier Schwerpunkten der Umweltpolitik der Europäischen Union definiert. Die Umsetzung der "Strategie für eine nachhaltige Ressourcennutzung“ soll eine Entkoppelung der negativen Umweltfolgen, die mit der Ressourcennutzung einhergehen, vom Wirtschaftswachstum bringen. Auch die OECD Umweltminister haben kürzlich eine Empfehlung zum Thema „Materialflüsse und Ressourcenproduktivität“ verabschiedet, in der eine bessere Integration von Indikatoren der Ressourcennutzung in umweltökonomische Entscheidungen gefordert wird. Die Entkoppelung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch wird dabei als die wichtigste Strategie angesehen. Durch die Steigerung der Öko-Effizienz von Produktions- und Konsumaktivitäten soll es künftig möglich sein, gleich viele oder sogar mehr Produkte herzustellen und gleichzeitig die Leistung der Produkte mit deutlich reduziertem Einsatz an Material, Energie und Land sowie mit deutlich weniger Abfällen zur Verfügung zu stellen.
SERI entwickelt neue umweltpolitische Ansätze, die von einer systemischen Perspektive auf die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Umwelt ausgehen und anerkennen, dass die meisten gegenwärtigen Umweltprobleme eher mit dem Gesamtausmaß der Ressourcennutzung als mit der Umweltwirkung einzelner (toxischer) Stoffe zusammen hängen. SERI bevorzugt dabei Input-orientierte Strategien, wie etwa das Konzept der Dematerialisierung, um Umweltprobleme an ihrer Wurzel zu bekämpfen. Durch die Anwendung integrierter Modelle, welche sowohl die Wirtschaft als auch die Umwelt abbilden, evaluiert SERI die Wirkung und Effektivität verschiedener Politikinstrumente – angefangen von freiwilligen Vereinbarungen auf Firmenebene über marktwirtschaftliche Instrumente wie Steuern und Subventionen bis hin zu traditionellen Ge- und Verboten – zur Erreichung des übergeordneten Zieles einer Dematerialisierung durch eine drastisch erhöhte Ressourcenproduktivität.
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